70 Jahre KoWo Erfurt

70 Jahre Kommunales Wohnungsunternehmen Erfurt

Am 1. April feiert die Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH Erfurt ihr 70-jähriges Bestehen.

Als größter Vermieter der Landeshauptstadt Thüringens agiert sie am Wohnungsmarkt erfolgreich und verantwortungsbewusst gegenüber ihren Mietern und Wohnungssuchenden. Auf ihrem Weg zu einem kundenorientierten, marktfähigen Unternehmen durchlief die KoWo verschiedene Etappen. Die so wichtige Aufgabe, sozial verträgliche Mieten mit gutem und sicheren Wohnraum in Einklang zu bringen, unterlag unterschiedlichen gesellschaftlichen Entwicklungen und politischen Entscheidungen. Galt es zunächst, große Wohnungsnot zu lindern, hat inzwischen die Aufgabe, wettbewerbsfähig zu sein und dennoch allen Bevölkerungsschichten und -gruppen bezahlbaren, guten Wohnraum zu bieten, oberste Priorität. In den derzeit rund 13.000 Wohnungen der KoWo haben knapp 35.000 ErfurterInnen ihr Zuhause.

Link zur Pressemitteilung

Rückblick auf 70 Jahre Unternehmensgeschichte

1951 - 1955

Am 1. April 1951 wurde aus dem Kommunalen Wirtschaftsunternehmen der Stadt Erfurt (KWU) / Grundstücks- und Siedlungswesen der VEB Grundstücksverwaltung gegründet.

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich 6.000 – 7.000 Wohnungen in der Verwaltung der KWV. Im Jahre 1953 erhöhte sich der Wohnungsbestand aufgrund von zahlreichen Enteignungen und der treuhänderischen Verwaltung von Fremdeigentum auf ca. 17.000 Wohnungen.
 
Gleichzeitig begann der Aufbau zentraler Werkstätten. Instandhaltungsgewerke vom Ofensetzer bis zum Dachdecker gehörten zum Mitarbeiterstamm der damaligen Grundstücksverwaltung.
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1956 - 1960

Das 1958 erlassene Gesetz zur Finanzierung des staatlichen Wohnungsbaus hatte zur Folge, dass sich alle staatlichen Gebäudebewirtschaftungsbetriebe unter dem gemeinsamen Namen „VEB Kommunale Wohnungsverwaltung“ zusammen­schlossen. 94 Mitarbeiter waren damals bei der KWV angestellt.

Diese verteilten sich auf zwei Bereiche – 59 Mitarbeiter waren in der Verwaltung und 35 Mitarbeiter waren im Handwerksbereich tätig.

Mit Gründung des VEB Stadtbau Erfurt musste die KWV, Teile ihrer zentralen Werkstätten zur „allgemeinen Wohnungsverwaltung“ abgeben.

Ein Neuaufbau der KWV-eigenen zentralen Werkstätten machte sich erneut erforderlich und wurde bis 1960 realisiert.

1961 - 1965

In allen Stadtgebieten wurden zwischen 1961 und 1965 sogenannte Mieterstützpunkte eingerichtet. Hier wurde zur Werterhaltung der Wohnung den Mietern Handwerkzeug und Material bereitgestellt. Ein besonderer Mieterservice waren Lehrgänge zur Anleitung und bei der Ausführung von Instand­haltungs­maßnahmen.

Ein weiterer Service waren die 20 Mieterwäschereien der KWV. Sie waren verteilt auf die Stadtgebiete Erfurts. Die Mieter konnten kostengünstig mit eigenem Waschmittel ihre Wäsche waschen und mangeln lassen.

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1966 - 1970

Bis 1967 kam das Unternehmen mit einem Fuhrpark von gerade einmal zwei sogenannte  “Dieselameisen“, das sind motorbetriebene Hubwagen, und einen LKW Molotov genannt „Molli“ aus.

Am Johannesplatz entstand das erste Neubaugebiet in industrieller Plattenbauweise in Erfurt. Hier konnte die KWV 2040 Wohnungen an die Mieter übergeben.

Mit der Entwicklung der ersten fernbeheizten Häuser entstanden Umformstationen (Wärme vom Erzeuger bis zum Endverbraucher). Als Dienstleister bot die KWV die Umformstationen zur Nutzung für alle in der Stadt Erfurt angeschlossenen Häuser (Wohnblöcke, Betriebe, Schulen etc.) an.

Mit Gründung des Bau- und Reparaturkombinats Erfurt (BAK) musste die KWV wieder einen Teil ihrer Bauhauptgewerbe abgeben.

Die Verteilung der neu gebauten Wohnungen an die Mieter fand durch eine zentrale Vergabestelle statt. Für nicht privilegierte Personen waren mehrere Jahre Wartezeit auf eine Wohnung keine Seltenheit.

1971 - 1975

Aus den zentralen Werkstätten der Kommunalen Wohnungsverwaltung wurden drei Bauhöfe in drei Stadtbezirken gebildet. Der Aufbau eines zentralen Fuhrparks begann.

1971 konnten in den Wohngebieten Rieth und am östlichen Juri-Gagarin-Ring die ersten fertig gestellten Neubauwohnungen an die Mieter übergeben werden.
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1976 - 1980

Neben dem Weiterbau der Wohnkomplexe Rieth, Berliner Platz und Moskauer Platz entstand im Norden Erfurts das Wohngebiet Roter Berg.

1978 zogen die Mieter in die ersten fertig gestellten Wohnblöcke ein.

1981 - 1985

Mit Beschluss vom Rat der Stadt Erfurt wurden alle Umformstationen einschließlich des Personals ausgegliedert und dem VEB Energieversorgung Erfurt übergeben.

Im gleichen Jahr begannen die Bauarbeiten in den Wohngebieten Kleiner und Großer Herrenberg, Wiesenhügel, Huttenplatz und südlicher Juri-Gagarin-Ring.
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1986 - 1990

Das Wohngebiet Drosselberg entstand ab 1986, sowie die fünfgeschossigen Häuser am südlichen Juri-Gagarin-Ring.
Erfurt hatte in dieser Zeit seine größte Einwohnerzahl mit 220.328 erreicht.
1989 befanden sich 817 Mitarbeiter im Dienste der KWV, und sie war damit einer der größten Arbeitgeber Thüringens.

Das letzte Wohngebiet, das in industrieller Bauweise errichtet wurde, ist der Buchenberg. Hier gründete das Unternehmen die erste Wohneigentumsanlage mit 106 Wohneinheiten.

Mit der politischen Wende vollzog sich 1990 eine der bedeutendsten Veränderungen in der Geschichte des Wohnungsunternehmens. Mittels einer Umwandlungs­erklärung beschloss man die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Vom Zeitpunkt der Umwandlungserklärung an bestand das Unternehmen unter dem Namen KOWO i.G. .

1991 - 1993

Die Umwandlung in die Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH Erfurt wurde Ende Februar 1991 abgeschlossen. Das Wohnungsunternehmen begann sich als hundertprozentige Tochter der Stadt zu einem Dienstleistungsbetrieb in der Stadt Erfurt zu entwickeln. Die Vertiefung der Tätigkeitsbereiche und die Auseinander­setzung mit neuen Aufgaben erforderte die Bildung neuer Abteilungen. So wurden z.B. Außenstellen in den unterschiedlichen Stadtgebieten geschaffen.

Mit der Einführung in die Computertechnologie konnte der verwaltungstechnische Aufwand deutlich verringert werden. Der Entstehung neuer Abteilungen stand die Ausgliederung der Heiz- und Fernwärmeversorgung gegenüber, die fortan das Energiekombinat Erfurt übernahm. Durch die Zusammenfassung der einzelnen Regiebetriebe in eigenständige Gesellschaften verringerte sich auch die Arbeitnehmerzahl. Von ehemals 817 Mitarbeitern wurden 1991 noch 327 Angestellte beschäftigt. Dazu gehörten auch die Hausmeister und die Reinigungskräfte.

1991 begann die Angleichung der Mieten an die der alten Bundesländer.

Auf der Basis der Ersten und Zweiten Grundmietenverordnungen vom 17. Juni 1991 und 27. Juli 1992. So erhöhte sich die durchschnittliche Grundmiete von ca. 0,90 DM auf 6,90 DM pro m² Wohnfläche.

Die Erwartungen der Mieter waren in dieser Zeit auf die zügige Verbesserung der Wohnbedingungen durch Sanierung und Modernisierung der Wohnungen und Häuser gerichtet.

Zahlreiche Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten begannen 1992 – meist im bewohnten Zustand. Im gleichen Jahr begann die KoWo mit der Ausbildung junger Menschen zu Kaufleuten in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft. 1993 wurde das Altschuldenhilfegesetz erlassen.

Kaum eine Regelung des Einigungsvertrages beeinflusste die Entwicklung der ostdeutschen Wohnungswirtschaft so nachhaltig. Die sogenannten Altschulden entstanden durch die Kreditaufnahme bei der Staatsbank der DDR für den staatlichen Wohnungsbau. Diese Kredite blieben nach 1990 gegenüber der Deutschen Bank bestehen und mussten getilgt werden. Doch es war fast kein ostdeutsches Wohnungsunternehmen in der Lage, Zins- und Tilgungszahlungen auf diese Altlasten zu leisten.
Das Altschuldenhilfegesetz sah die Kappung der Altschulden auf 150,00 DM pro m²  Wohnfläche der belasteten Objekte vor. Als Gegenleistung für diese Teilentlastung musste sich jedes betroffene Unternehmen verpflichten, 15 % des Wohnungs­­bestan­des zu privatisieren.

Die erste Ausgabe der Mieterzeitschrift „KoWo-Kurier“ erschien. Bis heute liefert sie Mietern Hintergrundinformationen zu den jeweils aktuellen Entwicklungen, Vorhaben und Plänen des Unternehmens, darüber hinaus Ratschläge und Tipps rund ums Thema Wohnen.
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1994 - 1996

Mit ca. 46.400 Wohnungen verwaltete die KoWo mbH mehr als die Hälfte des Erfurter Wohnungsbestandes.
Um die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens gezielt zu überwachen und um Impulse für unternehmerische Entscheidungen zu geben, wurden 1994 die Abteilungen Controlling und die Innenrevision geschaffen.
 
Im Januar 1994 stellte der Aufsichtsrat die Weichen für die Entwicklung des Standortes Michaelisstraße/Ost.

Der vorerst letzte Schritt zur Überleitung preisgebundenen Wohnraums in das allgemeine Mietrecht der BRD trat im Juni 1995 als Mietenüberleitungsgesetz in Kraft. Die alten, teilweise verfallenen Wohnhäuser in der Michaelisstraße und dem angrenzenden Areal machten 1995 Platz für das Bauvorhaben Michaelisstraße/Ost.

1997 - 1999

Im September 1998 erfolgte die Grundsteinlegung für den Gebäudekomplex Michaelisstraße/Ost.
 
Mit der Privatisierung von mehr als 3.650 Wohnungen, erfüllte die KoWo die Auflagen aus dem Altschuldenhilfegesetz.
 
1998 wurde ein Kooperationsvertrag zwischen der Stadtverwaltung Erfurt und der KoWo zur Ausbildung von Jugendlichen abgeschlossen.
 
Die KoWo bildete 1999 ein Forderungs- und Sozialmanagement, um Mietschulden abzubauen und Mietern in finanziellen Notsituationen beratend zur Seite zu stehen.
 
Im Färberwaidweg und in der Singerstraße endeten 1999 die Sanierungsarbeiten zum seniorengerechten Wohnen.
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2000 - 2002

Der Gebäudekomplex Michaelisstraße/Ost wurde im Jahr 2000 bezugsfertig.
 
Am 17. Oktober des gleichen Jahres eröffnete das Unternehmen das KoWo-Center in der Michaelisstraße. Dieses Servicecenter mitten in der Innenstadt war die Schnittstelle zwischen Nachfrage und Angebot von Wohnungen. Die Mitarbeiter standen für allgemeine wohnungsbezogene Fragen, ebenso zur Vermietung der vier Gästewohnungen zur Verfügung.
 
Die Marketingabteilung wurde gegründet und die erste Kommunikationsoffensive gestartet. Mit der Kampagne „Platte kann so sexy sein“ wurde aufmerksamkeitsstark der Imagewechsel der Neubauwohnungen eingeleitet.
 
Die KoWo feierte 2001 ihr 50-jähriges Unternehmensjubiläum im Rathaus und mit allen Mitarbeitern im Kaisersaal.
 
Die Sanierungsmaßnahmen am Juri-Gagarin-Ring 128-130 wurden abgeschlossen. Besonderheit bei diesem Objekt ist die Solarthermie, die zum ersten Mal bundesweit vertikal in den Balkonverkleidungen angebracht wurde. Einen erfolgreichen Abschluss fanden auch die Sanierungsarbeiten des Wohnkomplexes Adalbert-/ Waldemarstraße.
 
Seit Mitte der 1990er Jahre hatten die Großwohnsiedlungen zunehmend Einwohner verloren. Die Folge waren Leerstände. Stadt und Wohnungsunternehmen erarbeiteten den ersten Masterplan „Erfurter Großwohnsiedlungen“. Das Ziel bestand darin, die Wohngebiete zu verkleinern und attraktiver zu machen.

Noch im Jahr 2001 begann die KoWo mit dem Abriss von Wohnungen in den von Bauschäden gezeichneten Häusern der Wilhelm-Busch-Straße 45 und 46. Damit war die KoWo das erste Wohnungsunternehmen, dass aufgrund von hohen Wohnungsleerstand in Erfurt mit dem Abriss begann.

Die Abteilung Umzugsmanagement wurde geschaffen, die die Mieter, in vom Abriss betroffenen Häusern, betreute. In der Vilniuser Straße 9-12 zog Anfang 2002 der letzte Mieter aus. Damit waren die Voraussetzungen für den Rückbau der 352 Wohnungen gegeben.

Um in schweren Not-und Havariefällen Mietern kurzfristig eine neues zu Hause geben zu können, wurden drei Notappartements komplett ausgestattet.

Im November 2002 zog die Hauptgeschäftsstelle der KoWo in das Gebäude des inzwischen von elf auf sechs Etagen rückgebauten und nun modern gestalteten ehemaligen Bauarbeiterhotels am Juri-Gagarin-Ring 148 ein.

2003 - 2004

Die abgeschlossenen Modernisierungsmaßnahmen an den Gebäuden der Eugen-Richter-Straße 20, 21, der Dortmunder Straße 16 – 20, der Klausener Straße 22 – 25, 17/18, des Sorbenweges 41/42, des Ringsees 12 – 14 und der Mainzer Straße 40 haben die Wohnbedingungen der Mieter gezielt verbessert. So wurden z.B. in der Mainzer Straße 40 119 kleine, nicht mehr am Markt nach gefragte  Wohnungen zu 56 attraktiven Zwei-Zimmer-Wohnungen und neun 1-Zimmer-Wohnungen umgebaut. Zudem entstanden zwei barrierearme Wohnungen und eine Begegnungsstätte.
 
Zu den weiteren Baumaßnahmen gehörte die Sanierung der Parkpalette in der Prager Straße, deren Nutzung sehr begehrt bei den Bewohnern des Wohngebietes Berliner Platz war.
 
827 Wohnungen hatte die KoWo 2004 abgerissen. Durch das mieterorientierte Umzugsmanagement konnten die Mieter der Singerstraße, Hermann-Brill-Straße, Georg-Werth-Straße und Emma-Ihrer-Straße schnell ein neues Zuhause finden.
 
Zu einem Ideenwettbewerb rief die KoWo im Jahr 2003/2004 gemeinsam mit Get UP Thüringer Existenzgründer Initiative auf. Es wurden innovative, unkonventionelle Nutzungskonzepte für von 11-geschossigen Plattenbauten gesucht, die Vorteile wie Lage, Infrastruktur und vorhandene Wohn-und Nutzfläche optimal ausbauen. Das Siegerprojekt „Vertikale Urbanität“ verfolgte den Ansatz, ein betont privates familiäres Wohngefühl im Rahmen einer größeren Gemeinschaft zu erzeugen nach dem Vorbild der französische Architekt Le Corbusier.
 
Mit der Modernisierung des Kabelnetzes wurden im gleichen Jahr begonnen. Die ersten 7.000 Wohnungen wurden im Erfurter Norden erschlossen.
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2005

Eine Anpassung der Unternehmensstrategie an die neuen Marktbedingungen machte sich erforderlich. Angesichts sinkender Bevölkerungszahlen und stagnierender Einkommensentwicklung befand sich die gesamte Wohnungs­wirtschaft im Umbruch.

Die KoWo hatte ein Programm entwickelt, mit dem sie zukunftsfähig gemacht wurde und in der Lage ist, für die Bewohner der Stadt langfristig ein Angebot von bezahlbarem Wohnraum sicherzustellen. Ziel war, ein neues Selbstverständnis zu entwickeln und als professioneller, kundenorientierter Dienstleister zu agieren. Dazu wurden die Strukturen und Prozesse umstrukturiert und verschlankt.

Am 3. November 2005 eröffnet die KoWo ihren ersten Mietertreffpunkt am Roten Berg. Im „TiP-Treffpunkt und Information“ bietet sie Hilfestellung in schwierigen Zeiten an. Mit dem Verein Kontakt in Krisen e.V. wurde professionelle Unterstützung mit ins TiP-Boot geholt.

2006

Mit den neuen Strukturen stellte sich das Unternehmen nicht nur den Erfordernissen des Marktes, sondern nahm auch die Herausforderungen der Zukunft um den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden in immer stärkerem Maße gerecht werden zu können, erforderte ein neues Servicekonzept.

Dieses 2005 entwickelte und verabschiedete Dienstleistungsprogramm legte besonderen Wert auf eine deutlich verbesserte Erreichbarkeit – persönlich wie telefonisch.

Dementsprechend wurden die Servicezeiten verlängert und modernste technische Voraussetzungen für die Telefonie geschaffen. Auch der persönliche Kontakt zu den Mietern und Mietinteressenten wurde intensiviert. Drei Kundenzentren standen dafür zur Verfügung. Das Gebäude am Juri-Gagarin-Ring 148 beherbergte neben der Verwaltung auch das größte Kundenzentrum Thüringens und damit eines der größten wohnungswirtschaftlichen Zentren der Bundesrepublik. Komplettiert durch die Kundenzentren Süd und Nord zeigt die KoWo damit eine hervorragende Präsenz im gesamten Stadtgebiet.
 
Im April 2006 eröffnete die KoWo ihren zweiten „Treff und Informationspunkt“ (TiP) im Wohngebiet Herrenberg, in der Singerstraße 112/112a. In Zusammenarbeit mit dem Trägerwerk Soziale Dienste in Thüringen e.V. wird den Mietern Hilfestellung zur Bewältigung von Problemen angeboten.
 
Am 12. Juni des Jahres wurde das „KoWo Haus der Vereine“ mitten in der Innenstadt eröffnet.
 
Im Monat September startete die KoWo „Senioren fit.“ Computerkurse wurden gegeben in der Körner Straße 3, was über die Wohngebietsgrenze hinaus großes Interesse weckte.
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2007

Der konsequente Umbau der KoWo stand Anfang 2007 kurz vor seinem Abschluss.
Um das Unternehmen wirtschaftlich langfristig zu stabilisieren, wurden 5.100 Wohnungen an die DKB Immobiliengesellschaft AG verkauft für rund 156 Mio Euro.
 
Einen weiteren TiP eröffnete die KoWo im Wohngebiet Herrenberg. In Kooperation mit dem Verein MitMenschen e.V. wird der TiP „Nachbarschaftstreff“ seit dieser Zeit aktiv betrieben.
 
Die Mieterstützpunkte waren früher in fast allen Wohngebieten der Stadt vorhanden und man wurde fündig, wenn man auf der Suche nach einer Bohrmaschine, einem Möbelroller und anderen „Umzugs- und Haushaltshelfern“ war. Jetzt wurde daraus ein neuer Servicegedanke geboren und die Stützpunkte wurden revitalisiert.
 
Im gleichen Jahr startete das Projekt „Leben zwischen Traum und Wirklichkeit“.
Im Rahmen dieses Projektes sollen Jugendliche lernen, welche Hilfsangebote es gibt und wie schnell durch unüberlegtes Handeln oder manchmal nicht zu beeinflussende Vorfälle der soziale Abstieg von statten geht. Das interaktive Schuldenpräventionsprojekt findet nicht im Klassenzimmer, sondern in realen Lebenssituationen und bei Ämtern und Einrichtungen in ganz Erfurt statt. Das Projekt wurde von der KoWo, dem Amt für Sozial- und Wohnungswesen, der ARGE, der Caritas, dem Verein Kontakt in Krisen e.V., der Thüringer Arbeitslosenhilfe Soziale Arbeit e.V., dem „Haus Zuflucht“ und vielen Akteuren mehr unter Gesamtregie der Fachberatungsstelle für Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung und Schuldenprävention entwickelt.

2008

Die Wirtschaftlichkeit der KoWo war nachhaltig sichergestellt. Um auch in Zukunft zeitgemäße und bezahlbare Wohnungen am Erfurter Wohnungsmarkt anzubieten, wurde die Sanierung und Modernisierung von KoWo-Gebäuden fortgeführt. Maßnahmen zur Energietischen Sanierung standen im Fokus zur Senkung bzw. Stabilisierung der Betriebskosten.
Die Sanierungsoffensive begann im Wohngebiet am Moskauer Platz, im Quartier Havannaer Straße 43 – 54 / Sofioter Straße 10 – 17,18 – 29 und 30 – 37 mit 399 Wohnungen.
 
Im gleichen Jahr haben die ersten Mieterbeiratswahlen stattgefunden.
Mieterbeiräte sind das Bindeglied zwischen Mietern und dem Wohnungs­unternehmen und „Sprachrohr“ der Mieter und Hausgemeinschaften. Inzwischen engagieren sich 21 Mieterbeiräte mit 33 Personen in neun Wohngebieten der Stadt Erfurt.
 
Die KoWo unterstützt nunmehr 13 sozial engagierte Vereine und Initiativen. Rechnet man die zur Verfügung gestellten Quadratmeter der Räumlichkeiten zusammen, entspricht das einer Größe eines halben Fußballfeldes.
 
Ein Drittel der KoWo-MitarbeiterInnen haben sich seit Ende 2005 zusätzlich zu ihrer bisherigen Qualifizierung aus- und fortgebildet: Immobilienbetriebswirt (FH), Immobilienökonom (GdW), Sozialkraft (IHK), Personalkraft (IHK), geprüfter Immobilienfachwirt (IHK), Wirtschaftsmediator (IHK), sowie Gutachter.
 
Der Leerstand reduzierte sich zum Stichtag 31.12.2008  auf 4,0 Prozent und lag damit um 3,7 Prozent  deutlich unter den ausgegebenen Zielstellung. Insgesamt sank der Leerstand seit Beginn der Umstrukturierung im Jahre  2005 um 5,2 Prozent.
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2009

Die KoWo veröffentlichte die Energieausweise ihrer Gebäude. 98 Prozent ihrer Wohnungen liegen im „energetisch grünen Bereich“.
 
Die Sanierungsoffensive fand 2009 ihre Fortsetzung. Rund 16,7 Millionen Euro wurden in weitere energetische Modernisierungen, ästhetische Neugestaltungen und in Maßnahmen, die die Häuser noch sicherer werden lassen, investiert.
Begonnen wurde mit den Sanierungen der Punkthochhäuser Alfred-Delp-Ring 23 und 24 im Wohngebiet Am Roten Berg. Weitere Baumaßnahmen im Jahr 2009 erfolgten im Wohngebiet Herrenberg in der Körner Straße 11 – 22 mit 120 Wohnungen und im Wohngebiet Wiesenhügel im Holunderweg 1 / Schlehdornweg 2 – 34 mit 248 Wohnungen. 
                               
Der vierte TiP wurde im Wohnquartier südlicher Juri-Gagarin-Ring in der Thomasstraße 58/59 eröffnet. Er wird von der Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Erfurt e.V. geführt.
 
Der fünfte TiP nahm im Wohnquartier Berliner Platz in der Warschauer Straße seine Arbeit auf und wird vom Verein MitMenschen e.V. betreut.
 
Noch näher an ihre Mieter rückte die KoWo durch den Umzug ihres Kundenzentrums Nord in das Ärztehaus im Wohngebiet Rieth, in der Mainzer Straße 35.
 
Im August 2009 erhielt die KoWo das Zertifikat „audit  berufundfamilie“ und auch damit bestätigt, dass sie familienbewusste Personalpolitik nachhaltig umsetzt.
 
Höhepunkt des Jahres 2009 war der Einzug der ersten Senioren in die Wohnungen der ersten Erfurter Seniorenetage am Alfred-Delp-Ring 24 im Wohngebiet Roter Berg.

2010

Im Wohngebiet Roter Berg wurde das Gebäude Jakob-Kaiser-Ring 6 – 9 abgerissen. Bis zum Jahresbeginn 2010 wurden die letzten Arbeiten beendet. Damit hat das Kommunale Wohnungsunternehmen zwischen 2001 und 2009 insgesamt 4.111 Wohnungen vom Markt genommen. Das Umzugsmanagement sicherte, dass von 2.326 betroffenen Wohnungen rund 70 Prozent der Mieter in 1.622 Wohnungen anderer KoWo-Häuser umzogen.
 
Im April wurde der Abschluss der Sanierungsmaßnahmen der Häuser Alfred-Delp-Ring 23 und 24 gefeiert. Für die Mieter des Wohngebietes Roter Berg wurde ein Dienstleistungszentrum im Haus Alfred-Delp-Ring 24 eröffnet. Durch die primär ältere Mieterschaft wurde der Schwerpunkt der Angebote im Dienstleistungszentrum (DiZ) auf den Bedarf und die Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichtet. Das geschaffene DiZ bietet den Mietern haushaltnahe Dienstleistungen an und unterbreitet Beratungs- und Unterstützungsangebote. 
 
Im Frühsommer des Jahres wurden die Sanierungsarbeiten im Wohngebiet Wiesenhügel fortgesetzt. Die Häuser Seidelbastweg 29 – 47, Schlehdornweg 36 – 42, Färberwaidweg 13 – 19 und Holunderweg 3 – 19 mit über 300 Wohnungen wurden erneuert.
 
Die Sanierung im Wohngebiet Huttenplatz begann zur gleichen Zeit.  Eine energetische Modernisierung und neue Fassadengestaltung standen im Mittelpunkt.  Das betraf 407 Wohnungen in  der Huttenstraße 1 – 8, der Grünstraße 28, der Kronenburggasse 1 – 3, 4 – 12, der Johannesstraße 49 – 52, 133 – 141, Franckestraße 2 und Waldenstraße 2 – 8.
 
Die Häuser Johannesstraße 49 – 54, 133 – 141 und Franckestraße 2 hatten einen besonderen Stellenwert, da sie unter Denkmalschutz stehen. Sie waren einst ein Musterbautyp der industriellen Plattenbauweise  – die ersten ihres Typs.
                                                           
120 Wohnungen wurden in der Körnerstraße 11 – 22 saniert. Im Zuge dessen konnten nun die Mieter in den Erdgeschosswohnungen direkt über den Balkonaustritt in einen neu geschaffenen kleinen Garten gehen und ihn bewirtschaften.
 
Mit einem minimalen Leerstand von nur 1,9 Prozent schloss die KoWo  das Jahr 2010 ab.
70 Jahre KoWo Erfurt
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2011

Kurz nach dem Start der Baumaßnahmen am Huttenplatz 2 beendet das Wohnungsunternehmen die Modernisierungsarbeiten am Gebäude Huttenplatz 1.
Die einst grauen Häuser Huttenstraße 1 – 8, Grünstraße 28, Kronenburggasse 1 – 12 mit 233 Wohnungen zeigen nun im Stadtbild Fassaden in Gelb- und Orangetönen, die Modernisierung fokussierte sich auf energetische Ertüchtigung.
 
Im Wohngebiet Wiesenhügel (Seidelbastweg 29 – 47, Schlehdornweg 36 – 42, Färberwaidweg 13 – 19 und Holunderweg 3 – 19) wurden in Baumaßnahmen mehr als sieben Millionen Euro investiert.

Seit März 2011 nimmt das Wohnungsunternehmen die Dienstleistung der SWE Stadtwirtschaft GmbH „Standort Service Plus“ in Anspruch. Dieser Service dient der Verbesserung der Abfallsituation speziell in Wohngebieten mit mehrgeschossigen Häusern. Dazu gehören eine Optimierung der Abfallgefäße, die Pflege des Standplatzes für Abfallgefäße und vieles mehr.
 
Neue Spielgeräte wurden in den  Wohngebieten  Berliner Platz und Rieth angeschafft.
 
Am Roten Berg erhielt das Haus Jakob-Kaiser-Ring 3 – 5 einen neuen Farbanstrich.
 
Mitten in der Innenstadt begannen die Sanierungen der Häuser Johannesstraße 170 und Futterstraße 1.
 
Die KoWo eröffnet ihr drittes Dienstleistungszentrum (DiZ) und unterbreitet seither den Bürgern im Wohngebiet Johannesplatz haushaltsnahe und familienunterstützende Dienstleistungsangebote, geleistet vom Verein „Schutzbund der Senioren- und Vorruheständler e.V.“
 
Ende 2011 legte die KoWo das Gutachten zur Sozialrendite vor. Errechnet wurde die KoWo-Sozialrendite durch das Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft und Daseinsvorsorge der Universität Leipzig. In Summe wurden durch das Wohnungsunternehmen positive gesellschaftliche Effekte in Höhe von rund 3,1 Mio. EUR erzeugt.
 
Vom Grundstücksverwalter zum dienstleistungsorientierten Wohnungsunternehmen – 60 Jahre Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH Erfurt wurde gefeiert.

2012

Der zweite und letzte Bauabschnitt im Wohngebiet Huttenplatz mit 341 Wohnungen (Am Hügel 2 – 14 gerade, Huttenstraße 9 – 16, Steinstraße 20 – 30 und Waldenstraße 13 – 19 wurde beendet. Im Mittelpunkt stand die energetische Ertüchtigung.
25 Wohnungen erhielten einen Balkonanbau, 12 Wohnungen französische Fenster.
 
Im Punkthochhaus Moskauer Platz 21 wurde ein neuer Clubraum im Erdgeschoss eingerichtet. Wie in den anderen Clubräumen finden auch hier bis zu 20 Personen Platz. Der komplett ausgestattete Raum steht den Mietern für Nachbarschaftstreffs oder Familienfeierlichkeiten zur Verfügung.
 
Ende des Jahres wurde der KoWo die erneute erfolgreiche Durchführung des „audit berufundfamilie“ bescheinigt. Im Rahmen der Re-Auditierung wurden der Bestand der Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie begutachtet und weiterführende Ziele einer familienbewussten Personalpolitik definiert.
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2013

Der dritte und damit letzte Bauabschnitt der Sanierungsmaßnahmen im Wohngebiet Wiesenhügel wurde in diesem Jahr abgeschlossen. Insgesamt wurden in den letzten vier Jahren rd. 28 Millionen Euro in die Häuser mit 1.164 Wohnungen investiert. Dazu gehörten der Wacholderweg 2, 8 – 24 und Holunderweg 2 – 8 im unteren Teil des Wohngebietes, sowie der Hagebuttenweg 1 – 9 und Haselnußweg 2 – 14 im oberen Wiesenhügel mit insgesamt 395 Wohnungen. Im Mittelpunkt der Sanierung standen die Maßnahmen zur Energieeinsparung. Durch das Anbringen von 80 neuen Balkonen wurde für die Mieter der Wohnwert deutlich verbessert.
 
Am Johannesplatz wird in der Friedrich-Engels-Straße 48 ein Mieterstützpunkt eröffnet.

2014

Nach einer 12-monatigen Bauzeit wurde die Sanierung der Häuser Juri-Gagarin-Ring 52 – 66 und Breite Gasse 2 am südlichen Juri-Gagarin-Ring beendet.

Energetische Sanierung und brandschutztechnische Ertüchtigung der 1989 erbauten Häuser standen im Vordergrund. 31 neu angebaute Balkone verbesserten die Wohnsituation. Das Bild des Kosmonauten Juri Gagarin an der Fassade schuf den Bezug zum Namen der Straße. Über 6 Mio. EUR investierte das Kommunale Wohnungsunternehmen in diese Baumaßnahme.
 
Die Häuser Mittelstraße 2, 3, 7, 20 und 21, Häuser mit 24 Altbauwohnungen wurden einer grundhaften äußeren und inneren Sanierung unterzogen, die nur im unbewohnten Zustand durchgeführt werden konnte. Der Stil der Gründerzeit findet sich u.a. bei der Gestaltung der Treppenhäuser wieder.
Die Innenhöfe wurden revitalisiert und erhielten dezent angelegte Rasenflächen mit kleinen Hecken und Sträuchern. Ca. 3,5 Millionen Euro investierte die KoWo hier.
 
Im Rahmen der Fassadensanierung erhielten zwei Punkthochhäuser am Moskauer Platz Adaptionen der Moskauer Basilius-Kathedrale in unterschiedlichen Farbgebungen.
 
Mit dem Anbau einer Rampe  an die Häuser Friedrich-Engels- Straße 51 – 54 wurde nunmehr auch hier ein barrierearmer Zugang wie zu 31 anderen KoWo-Häusern mit mehr als 6.000 Wohnungen geschaffen.
 
Den Wunsch nach Grün vor dem Haus, das man selbst gestalten und nutzen kann, erfüllte die KoWo  den Mietern am Haus Moskauer Platz 18. Mit der Errichtung des Mietergartens auf 650 Quadratmeter Fläche können seither die Bewohner aktiv werden.
 
Die KoWo wurde am 1. Juli 2014 für das Projekt "Gemeinsam aktiv vor Ort - Für ein Wohlfühlen im Wohngebiet Roter Berg“ im Rahmen des Wettbewerbes „Soziale Stadt“ 2014  mit einem Preis in Berlin ausgezeichnet. Dieser Wettbewerb ist eine Gemeinschaftsinitiative des Deutschen Städtetages, des vhw Bundesverbandes für Wohnen und Stadtentwicklung, des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, der AWO Arbeiterwohlfahrt Bundesverband, der Schader-Stiftung und der GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft. Er wurde unterstützt durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.
70 Jahre KoWo Erfurt
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2015

Ein neuer Clubraum in der Wohnscheibe Körner Straße 9/10 wurde geschaffen.
 
Seit 1990 versorgt die KoWo Spätaussiedler, jüdische Einwanderer, Bürger aus EU- und Nicht-EU-Ländern und Migranten mit Wohnraum. Inzwischen gehören sie zu den langjährigen KoWo-Mietern. Vor dem Hintergrund der Flüchtlingssituation in Deutschland ergaben sich auch für die KoWo neue Herausforderungen.

2016

Die Bewilligung von Fördermitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit (BMUB) aus dem Bundesprogramm Zukunft Bau, in Höhe von 400.000 Euro, ermöglichte den nahtlosen Übergang zum zweijährigen Forschungsprojekt „Bezahlbares Wohnen durch preiswerten Wohnungsbau“.

Die Forschungskosten beliefen sich auf ca. 700.000 Euro.

Die KoWo hat sich als „Freund“ der Erfurter Bundesgartenschau 2021 bekannt und ist seit Beginn an Mitglied des Fördervereins „Freunde der Bundesgartenschau Erfurt 2021 e.V.“.

70 Jahre KoWo Erfurt
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2017

Die Sanierungsarbeiten in der Johannesvorstadt wurden abgeschlossen. Die im Bauhausstil errichteten Häuser der 1930iger Jahre im sogenannten „Hansablock“ wurden komplett saniert. Rund 10 Millionen Euro wurden in das Einzeldenkmal mit 143 Wohnungen und zwei Gewerbeeinheiten investiert.
 
12 Rollatorendoppelboxen mit insgesamt 24 Stellplätzen wurden in der Mainzer Straße 7 – 18 errichtet, 28.000 Euro investiert. Die Nutzung für die Mieter ist kostenfrei.
 
Rund fünf Millionen Euro wurden für die Modernisierung von 26 Personenaufzügen in unterschiedlichen Häusern und Wohngebieten ausgegeben. Die insgesamt 92 Aufzugsanlagen werden Schritt für Schritt erneuert.
 
Die KoWo erhielt den Thüringer Integrationspreis vom Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz für ihr Projekt „Fremde werden Nachbarn – Herzlich Willkommen bei der KoWo mbH Erfurt“.

2018

Ein Graffito für den Johannesplatz in über 30 Meter Höhe am Giebel des Gebäudes Friedrich-Engels-Straße 54 wurde von den Künstlern Kai Siegel und Viktor Sobek erschaffen anlässlich des 50-jährigen Bestehens  des Wohngebietes.

70 Jahre KoWo Erfurt
70 Jahre KoWo Erfurt

2019

Die Vordächer dreier Punkthochhaus-Eingänge am Johannesplatz wurden begrünt als Beitrag zum Klimaschutz.
 
Baustart für 526 sichere Fahrradabstellplätze in verschiedenen Wohngebieten.
 
Das älteste Gebäude auf der geschichtsträchtigen Krämerbrücke erhielt ein
neues Dach - das KoWo-eigene Haus Nummer 20/21 datiert aus dem 14. Jahrhundert.

2020

Strangsanierungen im bewohnten Zustand – für Mieter, KoWo und ausführende Firmen eine große Herausforderung, die im Jahr 2019 in den Häusern Juri-Gagarin-Ring 126c, Martin-Niemöller Straße 1, 2 und 4 begonnen und 2020 abgeschlossen wurden. 

Um zukünftig den Mietern eine gute Unterkunft während der Bauarbeiten geben zu können, wurden in diesem Jahr 30 Wohnungen renoviert und, komplett eingerichtet und ausgestattet.
 
Komplett neu ausgestattet wurde KoWos größter Clubraum (40 Personen) am Juri-Gagarin-Ring 9. Weitere 13 Clubräume stehen im gesamten Stadtgebiet den Mietern der jeweiligen Häuser für Nachbarschaftstreffs und Familienfeiern zur Verfügung.


Bildquellen:
Stadtarchiv Erfurt, Amt für Stadtentwicklung und Stadtplanung, KoWo mbH Erfurt
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