Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“

Deutschlands Kommunen waren im Jahr 2020 eingeladen, sich am Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ mit Projektideen zum Schutz von Insekten im Siedlungsbereich und zur Förderung der Stadtnatur zu beteiligen.

Der Wettbewerb wurde vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“ durchgeführt und im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt
für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

Insgesamt haben sich 310 Städte, Gemeinden und Landkreise mit 332 Projektideen am Wettbewerb beteiligt. Aus den eingereichten Wettbewerbsbeiträgen wählte eine Fachjury die 40 besten Projektideen zur Auszeichnung aus, wozu auch unsere Stadt gehört.

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Projekt: "Für Biene & Co, Mensch und Natur"

2020
Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung unserer Idee und vor allem darüber, dass wir gemeinsam mit der Stadt Erfurt das Projekt auf unserem Grundstück im Wohngebiet Wiesenhügel umsetzen werden. Unsere Vorfreude auf das Projekt begann bereits schon nach den ersten Gesprächen mit dem Imker, den Beteiligten vor Ort und mit der Namensgebung „Für Biene & Co, Natur und Mensch". Hier haben wir all diejenigen vereint, die einen Mehrwert durch die Umsetzung des Projektes erfahren werden. Ganz besonders freuen wir uns über die Kooperation mit dem Umwelt- und Naturschutzamt der Stadt Erfurt.

Zum Projekt:
In der ruhigen sehr grünen Stadtrandlage und der fußläufigen Erreichbarkeit des Naherholungsgebiets Steigerwald leben aktuell über 5.000 Menschen. In diesem Stadtteil werden wir eine unbebaute Fläche naturnah entwickeln.  Es ist geplant, von dem ca. 7.500 Quadratmeter großen KoWo eigenem Grundstück ca. 2.000 Quadratmeter für das Projekt zu nutzen. Es soll eine artenreiche Blumenwiese angelegt werden, mit deren Hilfe die Insektenlebensräume erweitert werden können.

Weiterhin ist eine Kooperation mit einem ortsansässigen Imker geplant, der auf diesem Grundstück seine Bienenvölker aufstellt. Zum Schutze der Bienen ist die Errichtung einer Einzäunung mit einer anteiligen Überdachung vorgesehen.
Mit einer im Stadtteil ansässigen Kindertagesstätte und/oder einer Schule ist eine Kooperation vorgesehen. Lehrer und Schüler sollen das Projekt mit begleiten und langfristig das Thema „Für Biene & Co, Natur und Mensch" in den Unterricht einfließen lassen. Das vor Ort Angelegte (Wiese, Biene, Biotop) soll als Praxisbeispiel dienen. Mit Schautafeln sollen Spaziergänger zum Thema sensibilisiert werden.

Weiterhin ist geplant, dass im ersten Jahr der gewonnene Honig als „Wiesenhügelblütenhonig“ den Kindern der KiTa und/oder Schule gespendet wird. Weitere Akteure sollen die Bewohner des Stadtteils werden. Sie werden aufgerufen, um sich als Paten zur Verfügung zu stellen. Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung sollen hierbei im Fokus stehen.

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2021
Im Jahr 2021 haben wir Voraussetzungen für den neuen Lebensraum geschaffen - die 2000 Quadratmeter große Projektfläche wurde gemäht und von Biotoppflegern vom Erfurter Umwelt- und Naturschutzamt beräumt.

Um die neu angelegte Fläche vor den ansässigen Wildschweinen zu schützen wurde diese durch die Errichtung eines Knotengeflechtzauns (Wildschutzzaun) eingefriedet.
Die Aussaat von standortgerechtem und regionalem Bienenweidesaatgut für eine artenreiche Blumenwiese erfolgte Ende des Jahres.

Studierende der FH Erfurt „Ökologischer Pflanzenanbau“ unter der Leitung von Frau Prof. Birgit Wilhelm begleiten das Projekt und nehmen floristische und faunistische – Kartierungen auf der Fläche vor – also von Pflanzen und Insekten.

KoWo Geschäftsführer Alexander Hilge liegt das Einbeziehen der Kinder vor Ort besonders am Herzen. Dazu wird eine langjährige Patenschaft mit dem Waldkindergarten geschlossen. Die Kinder bekommen nicht nur die Möglichkeit die Entstehung des neuen Lebensraums zu begleiten, sie werden diesen auch langfristig als Lehrpfad nutzen. Für eine professionelle Ausstattung, wie Lupendosen, Kescher, Insektenboxen und einen Kinder Naturführer werden wir sorgen.

zur Pressemitteilung

Impressionen zum Start der Umsetzung

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2022
In diesem Jahr wird der Bienenunterstand gebaut und durch einen Stabgitterzaun geschützt. Der „Einzug“ der Bienen ist im Frühling geplant. Die Pflanzung von Sträuchern, das Aufstellen von Schautafeln, die weitere Begleitung der Studierenden und die aktive Einbeziehung der Kinder vom Waldkindergarten sind die weiteren Vorhaben für dieses Jahr.

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